Weltpolitik

Planspiel für die Weltherrschaft

Es gibt Kreise, die gerne Planspiele veranstalten, etwa zum Thema Pandemie, die Namen tragen wie »Event 201« oder »Dark Winter«. Wer über eventuell mit solchen Simulationsübungen verknüpfte Pläne zur Ausweitung von Macht und Reichtum berichtet, wird gerne als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Versetzen wir uns einmal in die Lage dieser Kreise und durchdenken ein solches Planspiel.

VON FELIX FEISTEL


Stellen wir uns einmal vor: Sie und ich und eine kleine Gruppe weiterer Menschen sind unermesslich reich. Jeder Einzelne verfügt über Multimilliarden bis Multibillionen US-Dollar. Dieses Geld liegt nicht einfach auf unseren Konten herum – denn da erfüllt es keinen Zweck. Stattdessen haben wir es investiert – in Biotechnologie-, Digital-, Pharma-, Lebensmitteltechnologiekonzerne und -unternehmen sowie in Land und diverse Finanzprodukte. Wir haben ein breit gestreutes Portfolio und finanzieren die Entwicklung neuer Technologien, die zum Beispiel die Produktion neuartiger Pharmazeutika und »Lebensmittel« ermöglichen.

Allerdings stehen wir damit vor einer Reihe von Problemen. Zum einen ist der Markt für herkömmliche Produkte begrenzt. Das Wirtschaftssystem erfordert aber, immer mehr Produkte auf den Markt zu bringen und immer größere Umsätze zu generieren. Deshalb sind ständig neue Produkte nötig, die wir bereits fleißig entwickeln. Diese zu vermarkten, ist aufgrund rechtlicher Hürden oft langwierig bis hin zu unmöglich. Was die Lebensmittel angeht, stehen wir vor dem Problem, dass der Wert von etwa 8 Billionen US-Dollar jährlich, den die globale Lebensmittelproduktion ausmacht, hauptsächlich von kleinen und mittelständischen Landwirten abgeschöpft wird. Diese Bauern behindern somit die Abschöpfung dieses Wertes durch uns. Da Menschen Gewohnheitstiere sind, erschwert die Landwirtschaft es uns zudem, neue Produkte auf den Markt zu bringen – Fleisch aus dem Labor, alternative Proteine aus Insekten –, für die wir aber einen Absatzmarkt brauchen. Davon abgesehen ermöglichen die Bauern eine dezentrale Lebensmittelversorgung, die uns aufgrund unseres nächsten Problems im Weg ist.

Denn das von uns im Laufe von Jahrzehnten aufgebaute Finanzsystem steht am Rande seines Kollapses. Schulden sind ins Unermessliche aufgebläht worden, das Geld verliert zunehmend an Wert, immer wieder entstehen gigantische Finanzspekulationsblasen. Implodiert das System, wird das nicht nur die ganze westliche Welt in ein Chaos stürzen – es wird die Unzufriedenheit der Menschen so weit erhöhen, dass die Gefahr der Rebellion gegen uns dramatisch steigt.

Wir müssen also das System tiefgreifend transformieren. Und das auf eine Weise, die uns in all unseren Bereichen weiteres Wachstum ermöglicht, die Finanzströme langfristig in unserem Interesse neu ordnet und unsere Macht festigt. Gleichzeitig müssen wir eine Revolution des Pöbels verhindern, indem wir seine Abhängigkeit von uns auch durch eine in unseren Händen monopolisierte Lebensmittelversorgung zementieren, sodass Aufstände in Zukunft gänzlich unmöglich sind. Wir müssen also all diese Bereiche miteinander kombinieren.

Die Lösung: Gesundheitskrise

Dazu nutzen wir das Thema Gesundheit als vereinheitlichenden Schirm und gleichermaßen Trojanisches Pferd. Folglich konstruieren wir eine Pandemie, welche die ganze Welt heimsucht, die Akzeptanz für drastische Maßnahmen erzeugt und gleichzeitig schwerwiegende Veränderungen unausweichlich erscheinen lässt.

Problematisch ist hier: Krankheitserreger sind unsichtbar. Wenn Menschen überall auf der Welt krank werden, ist das an sich nichts Ungewöhnliches. Wir müssen den Menschen also weismachen, dass all diese Krankheiten dieselbe Ursache haben, nämlich einen einzigen Erreger. Dazu nutzen wir den PCR-Test, der eine unsichtbare Gefahr sichtbar macht. Dieser Test hat für uns eine Reihe von Vorteilen.

So kann er durch gezielte Auswahl der Primer – kurze DNA- oder RNA-Stränge, die bei der Verfielfältigung als Startmolekül dienen – so eingestellt werden, dass er auf vollkommen harmlose Genabschnitte positiv ausschlägt und das Vorliegen einer bestimmten Krankheit suggeriert. Weiterhin weist der Test selbst im besten Fall lediglich nach, ob bestimmte Genabschnitte in dem beprobten Material vorliegen, kann aber damit keine Infektion mit einem Erreger nachweisen. Indem wir den Cycle-threshold (Ct)-Wert – also jenen Wert, der über die Anzahl der Replikation ausgewählter Genabschnitte bestimmt – möglichst hoch ansetzen, können wir auch geringfügige Genmengen als eine Gefahr darstellen und schließlich sogar abgetötete Erreger oder Erregerfragmente als Vorliegen einer Krankheit verkaufen.

Diesen PCR-Test, mit dem man bereits dem Erfinder Dr. Kary Mullis zufolge »alles in jedem« nachweisen kann, nehmen wir als Grundlage eines umfassenden Monitoringsystems. Wir untersuchen ständig die Umwelt – etwa Abwasser – auf Krankheiten, ebenso wie Tiere und Menschen, entweder anlasslos oder selbst bei geringfügigem »Verdacht«. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass wir jederzeit eine Krankheit finden können, wenn wir eine Pandemie brauchen. Die von uns kontrollierten Medien tun das Übrige, um den Eindruck einer Pandemie zu verstärken. Denn irgendwo stirbt ja immer jemand an einer Krankheit. Wenn wir das medial richtig verkaufen, können wir eine Angstkulisse aufbauen – und Angst ist für die Umsetzung unseres Plans ein entscheidender Faktor. Sie sichert die »Folgebereitschaft« der Massen und fördert die Akzeptanz auch drastischer Eingriffe in die Grundrechte.

Bei diesem Vorhaben müssen wir uns selbstredend die Wissenschaft dienstbar machen, um ein koordiniertes behördliches Vorgehen zu garantieren. Denn weltweit müssen die Behörden auf gleiche Weise reagieren, um den Eindruck eines Notfalls zu erwecken. Das heißt, Regierungen müssen ihre Gesetzgebung aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse gestalten.

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