Globales

Mehr als 1000 Tage Völkermord in Gaza und im Westjordanland

Die Realität in Palästina ist ein unfassbarer Albtraum.

VON ANNETTE GROTH


»Der Tod menschlicher Empathie ist eines der frühesten und deutlichsten Zeichen einer Kultur, die im Begriff ist, in die Barbarei zu verfallen.«
Hannah Arendt

Am 23. Juni 2026 haben die Vereinten Nationen einen Bericht mit dem Titel »Israel begeht weiterhin Völkermord und andere Gräueltaten« der Weltpresse in Genf vorgestellt. Dieser Bericht der »Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für die besetzten palästinensischen Gebiete, einschließlich Ostjerusalem, und Israel« betont, dass »die gezielte Bekämpfung von Kindern eines der Schlüsselelemente ist, die die Völkermordabsicht der israelischen Behörden und Streitkräfte belegen, die palästinensische Bevölkerungsgruppe im Gazastreifen ganz oder teilweise zu vernichten«.[1]

Laut dem Vorsitzenden der Kommission, Srinivasan Muralidhar, zeigen Beweise, »dass palästinensische Kinder von den israelischen Streitkräften gezielt angegriffen und getötet wurden. […] Selbst wenn die Bomben und Waffen im Gazastreifen und im Westjordanland verstummen, werden sich palästinensische Kinder nicht einfach über Nacht erholen. Die Zerstörung ihrer Gesundheit, Bildung und Entwicklung ist irreversibel«, betont Muralidhar.

Die Kommission hat militärische Einheiten innerhalb der israelischen Streitkräfte identifiziert, die für die Tötung und Verwundung palästinensischer Kinder verantwortlich sind. Aussagen von Soldaten deuten darauf hin, dass sie davon ausgehen, vor Strafverfolgung geschützt zu sein. »Sie scheinen von der Rhetorik israelischer Politiker und Amtsträger beeinflusst worden zu sein, die alle Palästinenser*innen als legitime Ziele darstellen – eine Denkweise, die sich in den Reihen der israelischen Armee durchgesetzt hat.«[2] Manche dieser Gräueltaten sind im Netz zu finden, da die Soldaten sie stolz präsentieren; ein Ausdruck für absolute Verrohung, moralische Verkommenheit und der Gewissheit, nicht bestraft zu werden.

»Wenn die Vereinten Nationen feststellen, dass eine Armee Kinder in einem industriellen Ausmaß tötet und verletzt, sie foltert und sexuell missbraucht sowie ihnen den Zugang zu Wasser und Medikamenten verweigert, hat der Rest der Welt eine klare Verpflichtung: Er muss dieser Armee den Zugang zu Waffen unterbinden und dafür sorgen, dass sie zur Rechenschaft gezogen wird.«

Bill Van Esveld, Stellvertretender Direktor, Abteilung für Kinderrechte, Human Rights Watch, 26. Juni 2026

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1000 Tage Völkermord in Gaza Am 3. Juli 2026 sind genau tausend Tage vergangen, seit Israel den Völkermord in Gaza begonnen hat, keinen Tag ohne Tote oder Verletzte durch Bomben, […]

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