25 Jahre nach 9/11 – Weiter mit Vertuschung oder Hoffnung auf Aufklärung?
VON RAINER RUPP
Am 11. September jährt sich der größte Terroranschlag in der Geschichte der USA zum 25ten Mal. An diesem Tag wurden knapp dreitausend unschuldige Menschen ermordet. Zudem starben viele weitere, mutige Menschen, z. B. von der New Yorker Feuerwehr, bei ihren Versuchen, in dem apokalyptischen Chaos der zusammenbrechenden Türme des World Trade Centers zu helfen. Aber trotz dieses nur schwer vorstellbaren, infernalen Ereignisses ist dieser Massenmord inmitten einer US-Metropole kein einziges Mal richtig untersucht worden.
Bild von Armelion auf PixabayKein einziges Mal im vergangenen Vierteljahrhundert wurde akribisch ermittelt, kein einziges Mal wurde untersucht, weshalb die gigantischen Stahlträger der Türme an den tragenden Stellen wie Butter in der Sommerhitze geschmolzen sind. Stattdessen wurden die Reste der Stahlträger sorgfältig aus dem Schutt geborgen und unter Bewachung in ein asiatisches Land als Schrott verschifft.[1] Auffällig war die Dringlichkeit, mit der diese Operation durchgeführt wurde, was natürlich die Frage aufwirft, ob damit verhindert werden sollte, dass neugierige Materialwissenschaftler die Bruchstellen untersuchen konnten.
Der riesige Berg von Schutt, den das Mauerwerk der Türme hinterlassen hat, war nicht so schnell zu entsorgen. So konnte nicht verhindert werden, dass umfangreiche Proben von dem zu Staub umgewandelten Beton der Türme gesammelt und an interessierte Materialwissenschaftler rund um die Welt verschickt wurden. Und in diesem Staub wurden Spurenelemente von einer Mischung aus Chemikalien gefunden[2], mit denen ein hochmoderner, extrem starker Sprengstoff hergestellt wird, der in der Regel beim Militär benutzt wird.
In dieser staubigen Hinterlassenschaft der 9/11-Türme wurde der Beweis für die bereits unmittelbar nach dem Anschlag gemachte Feststellung von Augenzeugen, dass die Türme nicht durch die Flugzeuge, die in die oberen Stockwerke gerast waren, zum Einsturz gebracht wurden, sondern durch fachmännisch kontrollierte Explosionen, die sicherstellten, dass die Türme nicht zur Seite kippten, sondern in sich selbst zusammenbrachen. Diese Behauptung wurde auch durch das umfangreich vorhandene Videomaterial untermauert, das in Zeitlupe zeigt, wie in schneller Reihenfolge in den darunter liegenden Etagen simultan die Fenster nach außen geblasen wurden. Das weist laut Experten[3] zweifellos auf Explosionen hin. Dadurch sei der beobachtete Zusammenbruch der Türme – ohne Stottern oder sonstige Unterbrechungen – überhaupt erst möglich geworden, argumentieren kritische Statiker und Architekten.
Laut der offiziellen, von der US-Bundesregierung in Auftrag gegebenen Untersuchung des NIST[4] (National Institute of Standards and Technology) ist der Südturm des WTC in 9 Sekunden und der Nordturm in knapp 11 Sekunden zusammengebrochen, wobei die Zeit von der Einleitung des Einsturzes bis zum Auftreffen der obersten Etage auf den Boden gemessen wurde. Laut NIST fielen damit beide Türme »im Wesentlichen im freien Fall« in sich zusammen. Das NIST, das eine US-Bundesbehörde innerhalb des US-Handelsministeriums ist, ging in seiner »Expertise« davon aus, dass auf jeder Etage der Türme die »Struktur intakt« war, womit die Annahme von Sprengungen der Stahlträger, die den Widerstand der Decken eliminiert hätten, ausgeschlossen wurde. Als Grund für den »freien Fall« der Türme wird stattdessen erklärt, dass das Momentum, also die Wucht der fallenden Masse, den Widerstand der Böden und Decken auf jeder Etage einfach überwältigt habe.
Messungen haben ergeben[5], dass die Türme kaum langsamer als ein Stein im freien Fall zusammengestürzt sind. Wenn die Stahlträger nicht weggesprengt worden wären, dann hätten zumindest im obersten Teil der 110 Etagen hohen Türme jede der auf diesen mächtigen Stahlträgern lagernden Betondecken die Fallgeschwindigkeit erheblich verzögern müssen.
Dieses Argument könnte man – ceteris paribus – für den unteren Teil der Türme vielleicht akzeptieren, aber was ist mit dem oberen Bereich der Türme, wo die Etagen auch im freien Fall wegsackten, ohne dass genügend Zeit gewesen wäre, dass sich überhaupt das alles »überwältigende Momentum der in sich zusammenfassenden Masse« hätte bilden können? Denn dazu hätte sich in den oberen Etagen der Türme erst ein Brand entwickeln müssen, der heiß genug gewesen wäre, um Stahlträger butterweich zu machen. Folgt man der NIST-Argumentation, hätte zumindest in den oberen Etagen der zähe Widerstand der Decken und Böden zu erheblichen Verzögerungen führen müssen. Viele nicht regierungsgebundene Experten gehen sogar davon aus, dass das Kerosin in den Unglücksflugzeugen unmöglich einen Brand entfachen konnte, der das Stahlgerüst der Türme zerstört hätte.
US-Amerikanische, aber auch internationale Gruppen von Architekten, Statikern, Sprengmeistern, Physikern, Chemikern und Materialwissenschaftlern, die sich seit 25 Jahren professionell zum Thema 9/11 wissenschaftlich ausgetauscht haben, sind unisono der Meinung[6], dass die bis heute geltende offizielle Version der US-Regierung zum Tathergang ein Märchen ist, das im krassen Widerspruch zu elementaren naturwissenschaftlichen Gesetzen steht.
Zudem ist da auch noch der dritte Turm, WTC 7, gewesen, in den kein Flugzeug gerast und in dem auch kein Brand ausgebrochen war, der jedoch einige Zeit später ebenfalls im »freien Fall« zusammenbrach, nachdem – Wunder über Wunder – eine halbe Stunde zuvor der britische Staatsfunk BBC bereits dessen Einsturz im Fernsehen als Fakt gemeldet hatte.[7] Eine der vielen Kuriositäten im Umfeld von 9/11, die nie untersucht wurden.
Zu diesem seltsamen Vorauswissen über den Terroranschlag auf das WTC gehört auch der fulminante Anstieg von »Put-Optionen«[8]. Mit denen wurde ab dem 6. September an der New Yorker Börse auf sinkende Aktien gewettet, vor allem von Firmen, die durch das 9/11-Desaster negativ betroffen sein würden. Da sonst niemand das Insiderwissen von der bevorstehen Tragödie hatte, waren die Put-Optionen billig, und nach dem Terroranschlag lag die Hebelwirkung bei 25. Das bedeutet, dass bis heute unbekannte Käufer der Put-Optionen für jede gewettete Million US-Dollar am 12. September 25 Millionen US-Dollar kassieren konnten. Böse Zungen behaupteten damals, die Spuren der Kauforder führten nach Israel. Offiziell scheiterten die Nachforschungen zur Identität der Käufer der Put-Optionen angeblich an geltendem Recht bezüglich des Schutzes des Finanzgeheimnisses. In anderen Fällen wird dieses Recht von der US-Steuerbehörde IRS jedoch sehr freimütig ausgelegt.
Einer der Ersten, der sich bereits unmittelbar nach dem Einsturz der WTC-Türme zu Wort meldete und der von der US-Bundesregierung verordneten und von den großen Medien gehorsam wiedergekäuten 9/11-Mär öffentlich widersprach, war ein bekannter New Yorker Unternehmer, der selbst Hochhäuser gebaut hatte. Donald Trump behauptete kategorisch[9], es sei unmöglich, dass der Kollaps der beiden WTC-Türme durch den Einschlag der beiden Boeing-Verkehrsflugzeuge und den dabei in Brand geratenen Treibstoffe verursacht wurde. Jahre später, als er im Jahr 2024 im Wahlkampf für seine zweite Amtsperiode stand, versprach Trump[10], als US-Präsident würde er eine neue, diesmal eine echte Untersuchung rund um die 9/11-Ereignisse in Gang bringen, mit Zeugen und mit Kritikern, die unter Eid aussagen.
Aber seither hat Tump auch dieses Versprechen vergessen, wahrscheinlich weil auch in diesem Fall zu viele Spuren nach Israel führen. Man denke nur an die Gruppe von israelischen Männern, die am 11. September von der anderen Seite des Flusses den Kollaps der WTC-Türme beobachteten und dabei lauthals einen Freudentanz aufführten. Die von aufmerksamen Bürgern alarmierte New Yorker Polizei verhaftete die Männer, die alle einen israelischen Pass besaßen[11]. Nach einigen Tagen durften diese Männer, die angeblich Verbindungen zum israelischen Geheimdienst hatten, ohne weitere Verhöre die USA verlassen
Wenn Spuren nach Israel führen, stößt man bei Trump auf Granit, wie auch im Fall Epstein. Sein Versprechen, die Verbrechen des israelischen Mossad-Agenten und Kinderschänders sowie die seiner »Kunden« lückenlos aufzuklären, war ebenfalls ein typischer Trump-Fake. Epstein Geschäftsmodell bestand darin, einflussreichen, aber perversen US-Politikern und VIPs »Frischfleisch« zuzuführen und den Kindesmissbrauch mit versteckten Kameras zu dokumentieren, wahrscheinlich für erpresserische Zwecke seiner Mossad-Auftraggeber.
Aber auch die »unwiderlegbaren Beweise« für Bin Ladens Schuld an 9/11, die George W. Bushs Außenminister, Ex-General Colin Powell, bei der Erklärung des NATO-Bündnisfalles gemäß Artikel 5 den US-Vasallen versprochen hatte[12], blieb Washington bis heute schuldig.
Stattdessen hat die Bush-Junior-Administration mit einem riesigen Aufwand versucht, der Öffentlichkeit eine echte Untersuchung der Hintergründe von 9/11 vorzugaukeln. Die Medien wurden nicht müde, die Ermittlungen des FBI als die größten in der Geschichte des »Büros« herauszustellen, an denen Tausende von FBI-Agenten beteiligt waren. Tausende ausländischer Regierungs- und Geheimdienstbeamte wurden ebenfalls befragt, und die damals noch »nur« 16 US-Geheimdienste haben sich vornehmlich selbst untersucht. Es gab Anhörungen im Kongress usw. Mit diesem Anschein von echten Aktivitäten wurde der Öffentlichkeit eine Weile lang erfolgreich Sand in die Augen gestreut.
Parallel dazu wurden Inspektionen der Geheimdienste und eine gemeinsame Untersuchung des Kongresses durch die Geheimdienstausschüsse des Repräsentantenhauses und des Senats durchgeführt. Das hörte sich zwar gut an, aber faktisch waren hier die Geheimdienstler unter sich, die ganz bestimmt keine falschen Fragen stellten, die nicht nur die Bush-Regierung, sondern das ganze US-System hätten in die Krise stürzen können.
Und dann im Herbst 2002 wurde der Öffentlichkeit auch noch ein absolut »glaubwürdiges« Sahnehäubchen präsentiert: »Die Nationale Kommission zur Untersuchung von Terroranschlägen auf die Vereinigten Staaten, 2002–2004«. Die Kommission wurde als »unabhängiges, überparteiliches Gremium« vorgestellt. 19 Tage lang hielt sie öffentliche Anhörungen ab, hörte sich die Aussagen von etwa 160 Zeugen an, führte mehr als 1.200 Interviews und studierte angeblich Tausende von Dokumenten. Dann publizierte sie einen ausführlichen öffentlichen Bericht[13], der anschließend in jeder US-Buchhandlung auslag.
Dies alles geschah unter Leitung von Philip Zelikow. Dessen langjähriger Dienst unter anderem im Weißen Haus und im US-Nationalen Sicherheitsrat hatte ihn als absolut unabhängigen und verlässlichen Leiter der Kommission qualifiziert. Böse Zungen behaupteten seinerzeit allerdings, dass Zelikow den Bericht der Kommission bereits vor deren ersten Sitzung fertiggestellt hatte.
Das Ergebnis des riesigen Aufwands der Kommission war, dass einige Pannen in den US-Geheimdiensten gerügt wurden. Aber die offizielle 9/11-Mär blieb unangetastet, denn Zelikow hatte penibel darauf geachtet, dass niemand eingeladen wurde, der kritische Fragen zu den vielen Ungereimtheiten der offiziellen Version vorgebracht hätte.
Juristisch gesehen zielten alle 9/11-Aktivitäten der Kommission und überhaupt der US-Regierung lediglich auf die Feststellung von Tatsachen und auf Politikgestaltung nach dem Anschlag ab. All diese Aktivitäten hatten keine strafrechtlichen Folgen, und es gab auch keine verbindlichen Urteile, außer gegen die Helfer und Komplizen der 19 jungen Araber, die angeblich die Flugzeuge entführt hatten. Sie sind alle am 11. September gestorben. Einige ihrer inzwischen verhafteten Unterstützer wurden von Zivilgerichten verurteilt. Die mutmaßlichen Hauptorganisatoren (einschließlich Khalid Sheikh Mohammed) wurden von einer US-Militärkommission angeklagt und als Zivilisten von einem Militärgericht auf Guantanamo Bay verurteilt.[14]
Mit anderen Worten, die wenigen gerichtsähnlichen Verhandlungen, die es überhaupt in Sachen 9/11 gab, wurden hinter verschlossenen Türen weit weg vom Blick der Öffentlichkeit im US-Militärgefängnis Guantanamo Bay abgehalten. Deshalb ist festzuhalten: Es hat kein einziges offenes Zivilstrafverfahren gegeben, in dem alle Aspekte der Anschläge vollständig untersucht wurden, einschließlich eidesstattlicher Aussagen unabhängiger Sachverständiger über die genauen Mechanismen des Einsturzes der WTC-Türme.
Wie ganz anders war das im Fall des durch einen Terrorakt verursachten Absturzes von Pan Am Flight 103 am 21. Dezember 1988 auf das schottische Dorf Lockerbie.
Lockerbie: Untersuchung und Gerichtsverfahren
Die Anschläge vom 11. September 2001 und die von Lockerbie waren die bisher größten terroristischen Vorfälle, die von den Vereinigten Staaten untersucht wurden (für Lockerbie in enger Partnerschaft mit Großbritannien). Unter den 270 Toten von Lockerbie befanden sich 190 US-Bürger. Unter den 2.977 Toten von 9/11 in New York befanden sich etwa 2.500 US-Bürger. Beider Untersuchungen unterschieden sich erheblich in Umfang, Rechtsverfahren und Form der angewandten gerichtlichen Kontrolle, insbesondere in Bezug auf eidesstattliche Aussagen vor einem formellen Strafgericht. Dabei besticht, dass Lockerbie mit 190 getöteten US-Bürgern viel sorgfältiger untersucht wurde als der 9/11-Anschlag auf die WTC-Türme, bei dem 13-mal mehr Amerikaner starben
Im Fall Lockerbie gab es gemeinsame US-britische Bemühungen unter der Leitung des FBI (»Scotbom«) und der schottischen Polizei mit Unterstützung anderer Länder. Die Untersuchung stützte sich stark auf forensische Beweise, die von der Absturzstelle geborgen wurden (Bombenfragmente und andere winzige Details), die schließlich zur Identifikation des Bombenlegers und seiner Hintermänner führten.
Ganz anders war das in New York. Hier wurde nicht wochenlang akribisch nach forensischen Beweisen gesucht. Stattdessen wurde alles, was auf einen anderen Tathergang als die offizielle Version hätte hinweisen können, möglichst schnell entsorgt. Für die US-Regierung und ihre folgsamen Medien standen die Schuldigen ohnehin bereits wenige Stunden nach dem Anschlag fest, nämlich Bin Laden und seine angeblichen Boeing-Piloten-Lehrlinge.
Die Tatsache, dass ausgerechnet auf der verwüsteten und verbrannten Schutthalde der WTC-Türme angeblich zwei vollkommen intakte Pässe von zwei von Bin Ladens Pilotenanfängern gefunden wurden[15], war ein derart offensichtlicher Fake, dass er später nicht mehr erwähnt und im schwarzen Gedächtnisloch der Medien entsorgt wurde.
Allerdings ist Washington bis heute den Beweis für die Schuld Bin Ladens schuldig geblieben. Und Bin Laden selbst hat seine Beteiligung an 9/11 immer dementiert. Dabei hätte man doch erwarten können, dass er – wenn er es wirklich gewesen wäre – auch den „Ruhm« für diese ruchlose Tat für sich reklamiert hätte.
Im Fall Lockerbie begann ein schottisches Sondergericht nach schottischem Recht (keine Jury, sondern nur drei Richter) mit dem Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft hatte in rund acht Monaten 232 Zeugen geladen; die Verteidigung nannte drei. Zeugnis wurde unter Eid abgelegt. Die Richter erließen ein ausführliches schriftliches Urteil, in dem sie ihre Begründung erläuterten.
Das Hauptmerkmal im Fall Lockerbie war, dass es ein abgeschlossenes, kontradiktorisches Strafverfahren gegeben hat, in dem Beweise durch Vernehmung und Kreuzverhör von vereidigten Zeugen in öffentlicher Sitzung geprüft wurden, was zu einem förmlichen Schuldspruch für einen Angeklagten führte.
Die Anschläge vom11. September 2001 unterschieden sich von dem Lockerbie-Verfahren erheblich in Umfang, Rechtsverfahren und Form der angewandten gerichtlichen Kontrolle — insbesondere in Bezug auf eidesstattliche Aussagen vor einem formellen Strafgericht.
Zwar beinhaltete die offizielle Reaktion der US-Regierung auf 9/11 den Showeffekt eines angeblich gigantischen Ermittlungsaufwands mit angeblich unabhängigen Regierungskommissionen, mit einer wissenschaftlichen Ingenieurstudie einer Regierungsagentur und mit strafrechtlichen Prozessen gegen Zivilpersonen vor nicht öffentlichen Militärkommissionen auf Guantanamo. Um die dabei entstandenen großen Lücken wenigstens etwas zu schließen, haben viele Familien der Opfer Zivilprozesse verfolgt.
Unter dem Strich führte der US-Aufwand nicht zu einem gleichwertigen abgeschlossenen offenen Zivilstrafverfahren wie im Fall Lockerbie, bei dem jedes forensische Detail vollständig untersucht wurde und nicht-regierungsgebundene Experten als Zeugen auftraten und von der jeweiligen Gegenseite einem Kreuzverhör unterzogen wurden. Daher gibt es in den USA unter den Familien der Opfer und unabhängigen Wissenschaftlern und Technikern weiterhin eine große Unzufriedenheit, und sie fordern endlich eine richtige, strafrechtlich relevante Aufarbeitung von 9/11, die die gesamte Kette von Ereignissen und bekannten forensischen Details in öffentlicher Sitzung untersucht. Dieser sehnliche Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen, allerdings nicht in den USA, sondern in Großbritannien.
Der Fall Matt Campbell
Der Schotte Matt Campbell führt seit über zwei Jahrzehnten in Großbritannien einen juristischen Kampf um eine neue formelle Untersuchung (»Inquest«) zum Tod seines Bruders Geoffrey Campbell. Der 31-Jährige starb am 11. September 2001 im Nordturm des World Trade Centers auf der 106. Etage während einer Konferenz. Die einzige britische gerichtliche Untersuchung zu seinem Tod fand 2013 statt und dauerte nur etwa 90 Minuten. Der Schluss: Der Tod sei durch den Einsturz nach dem Flugzeugaufprall verursacht worden. Eine tiefgehende Prüfung der strukturellen Ursachen blieb aus.
Campbell beantragte 2021 unter dem Coroners Act 1988 eine Wiederaufnahme und legte umfangreiches neues Beweismaterial vor, darunter Expertenanalysen, die eine kontrollierte Sprengung nahelegen. Der Generalstaatsanwalt lehnte ab. Der High Court bestätigte 2024 weitgehend die Immunität dieser Entscheidung, erlaubte dann aber doch einen direkten Weg zur nächsthöheren Instanz, zum Supreme Court.
Im November 2025 gewährte der UK Supreme Court die Berufung. Die Anhörung findet am 14. und 15. Oktober 2026 statt. Es geht allein um die Frage, ob die Entscheidung des Attorney General gerichtlich überprüfbar ist. Ein Erfolg würde den Weg zu einer neuen (Lockerbie ähnlichen) »Inquest« freimachen. Das wäre weltweit das erste Mal, dass kritische Expertenaussagen zu 9/11 unter Eid gehört werden könnten. Die Chancen dafür hängen von der verfassungsrechtlichen Klärung am 14. und 15. Oktober ab.
[1] Zeitgenössische Berichte (2002): z.B. in Waste360, CNN, Deseret News, Rediff und in anderen Medien meldeten, dass Firmen wie Metal Management und Hugo Neu Schnitzer den Stahl als Schrott zum Spottpreis von ca. 120 USD pro Tonne nach Asien verschifft haben. Bei wurden einige Schiffe beim Beladen von der US Coast Guard bewacht. Es gab eine (unnatürliche) Dringlichkeit bei der Räumung von Ground Zero, und Ingenieure sowie Angehörige kritisierten später, dass zu wenig Stahl für forensische Untersuchungen gesichert wurde. NIST erhielt nur einen kleinen Teil (236 Stahlteile)zur Untersuchung.
Quellen; : u.a.:
- Waste360: „World Trade Center Scrap Metal Heads to India and China“ (Jan. 2002)
- CNN: „Ground Zero steel China-bound“ (Jan. 2002)
- Deseret News / Rediff-Berichte über Lieferungen nach Indien und Malaysia
- NIST-Berichte bestätigen, dass nur ein Bruchteil des Stahls untersucht wurde. Direkter Link zum PDF des Berichts: https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/Legacy/NCSTAR/ncstar1-3b.pdf
- Weitere bestätigende NIST-Quellen:
- https://tsapps.nist.gov/publication/get_pdf.cfm?pub_id=30059 und
https://www.nist.gov/publications/assessment-structural-steel-world-trade-center-towers-part-i-recovery-and
bestätigen, dass nur ein sehr kleiner Bruchteil des Stahls für die forensische Untersuchung gesichert und analysiert wurde.
[2] Die zentrale Quelle ist der Aufsatz:„Active Thermitic Material Discovered in Dust from the 9/11 World Trade Center Catastrophe“ von Niels H. Harrit, Steven E. Jones u. a. (2009), veröffentlicht im Open Chemical Physics Journal. Die Autoren (Niels Harrit ein dänischer Chemiker und emeritierter Professor der Universität Kopenhagen und der Physiker Steven Jones) untersuchten Staubproben und fanden „rot-graue Chips“.
Sie interpretierten diese als unreagiertes Nanothermit (auch Super-Thermite genannt) – eine nanostrukturierte Mischung aus Eisenoxid und Aluminium, die bei niedrigerer Temperatur energiereich reagieren kann.
Nanothermit wird in Militärlaboren (z. B. Lawrence Livermore) erforscht und kann als energetisches Material (incendiary/explosive Eigenschaften) eingesetzt werden.
[3] Diese Behauptung wird vor allem von Architects & Engineers for 9/11 Truth (AE911Truth) vertreten, einer Gruppe um den Architekten Richard Gage. In ihren Videos, Berichten und Präsentationen (z. B. „Beyond Misinformation“, Dokumentationen und Vorträge) werden Zeitlupenaufnahmen der Einstürze gezeigt und die Ausstöße ausdrücklich als „demolition squibs“ (Abriss-Sprengladungen) gedeutet. Experten aus diesem Kreis (Ingenieure und Architekten, die der Gruppe angehören) behaupten, dies sei „zweifelsfrei“ ein Hinweis auf Sprengungen.
In regierungsoffiziellen Untersuchungsberichten (NIST, FEMA, 9/11-Kommission) gibt es dagegen keinen einzigen Hinweis of Sprengungen.
[4] In den FAQ zur WTC-Untersuchung schreibt das NIST wörtlich:
„NIST estimated the elapsed times for the first exterior panels to strike the ground after the collapse initiated in each of the towers to be approximately 11 seconds for WTC 1 and approximately 9 seconds for WTC 2.“
- Südturm (WTC 2): ca. 9 Sekunden
- Nordturm (WTC 1): ca. 11 Sekunden
Die Zeit wird gemessen vom Beginn des Einsturzes (Initiation of collapse) bis zum Auftreffen der ersten äußeren Fassadenpaneele auf dem Boden. Die Werte beruhen auf Videoanalysen und seismischen Aufzeichnungen (NIST NCSTAR 1-5A).
Direkter Link zu den NIST-FAQs (Punkt 31):
https://www.nist.gov/world-trade-center-investigation/study-faqs/wtc-towers-investigation
NIST erklärt dazu, dass die Struktur unterhalb der Einsturzinitiation nur minimalen Widerstand leistete, sodass der obere Gebäudeteil „essentially in free fall“ herunterkam, wie es in den Videos zu sehen sei.
[5] ebenda
[6] Neben den “Architects & Engineers for 9/11 Truth (AE911Truth)” gibt es noch viele ähnliche Gruppen, sowohl professioneller Art als auch Organisationen, die zu zur breiteren „9/11-Truth-Bewegung“ gehören und die wesentliche Teile der offiziellen Darstellung der Anschläge vom 11. September 2001 in Frage stellen – oft mit Fokus auf die Einstürze der World-Trade-Center-Gebäude – und neue Untersuchungen fordert.
Hier sind die wichtigste öffentlich dokumentierten Gruppen:
Professionelle oder fachspezifische Gruppen
– „Scholars for 9/11 Truth“— Gegründet 2005 von James H. Fetzer und Steven E. Jones. Eine Vereinigung von Akademikern und Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachbereichen, die die offizielle Darstellung anzweifeln.
– „Scholars for 9/11 Truth & Justice (STJ911)“ — 2007 als Abspaltung der oben genannten Gruppe entstanden. Konzentriert sich stärker auf wissenschaftliche Forschung und öffentliche Aufklärung zu offenen Fragen rund um den 11. September.
– „Firefighters for 9/11 Truth (FF911 Truth)“ — Eine internationale Allianz aktiver und ehemaliger Feuerwehrleute, die eine neue Untersuchung nach nationalen Standards fordern und Belege zu den WTC-Einstürzen berücksichtigen wollen.
– „Lawyers’ Committee for 9/11 Inquiry“ — Eine Gruppe von Anwälten, Ermittlern und anderen, die rechtliche Strategien für mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht zu den Ereignissen des 11. September verfolgen.
– „Actors & Artists for 9/11 Truth „— Präsentiert Stellungnahmen und Unterstützung von Schauspielern, Künstlern und Entertainern, die die offizielle Darstellung anzweifeln.
– „Scientists for 9/11 Truth“ — Ein Netzwerk oder verwandte Initiative von Wissenschaftlern, die wissenschaftliche Aspekte der Anschläge untersuchen.
Breitere oder koordinierende Organisationen
– „9/11 Truth“ (911truth.org) — Ein zentrales Portal und eine Organisation, die seit 2004 Informationen, Aktivismus und Verbindungen zwischen verschiedenen 9/11-Truth-Gruppen koordiniert.
– „Patriots Question 9/11“ — Stellt Listen von Personen zusammen (Militärs, Geheimdienstler, Strafverfolger, Regierungsbeamte, Ingenieure, Piloten, Professoren, Überlebende usw.), die die offizielle Version öffentlich in Frage gestellt haben.
– „International Center for 9/11 Justice“ — Widmet sich internationaler Forschung, Bildung und Bewusstseinsbildung, um Gerechtigkeit im Zusammenhang mit dem 11. September zu fordern.
– „Religious Leaders for 9/11 Truth“ — Ermutigt religiöse Führungspersönlichkeiten verschiedener Traditionen, Forderungen nach weiteren Untersuchungen zu unterstützen.
Zusätzliche Hinweise
Die weitere „9/11-Truth-Bewegung“ umfasst zahlreiche lokale, nationale und internationale Ortsgruppen, Koalitionen (wie frühere Initiativen wie ReThink911) sowie verbundene Websites oder kleinere Gruppen in Ländern wie den USA, Kanada, Europa (z. B. im deutschsprachigen Raum mit Verbindungen zu AE911Truth-Material), Australien und anderswo. Einige sind berufsbezogen (Piloten, Mediziner, Veteranen usw.), andere eher allgemeine Aktivistennetzwerke.
AE911Truth bleibt eine der bekanntesten und langlebigsten Gruppen, die sich speziell auf Architekten und Ingenieure konzentriert und die These der kontrollierten Sprengung der WTC-Einstürze vertritt. Der Aktivitätsgrad dieser Organisationen schwankt im Laufe der Zeit, und viele haben überlappende Mitglieder, Forschungen oder Ziele.
[7] Gegen 16:54–17:10 Uhr Ortszeit (New York) meldete die BBC live, dass das Gebäude bereits eingestürzt sei. Die Korrespondentin Jane Standley berichtete darüber, während WTC 7 im Hintergrund der Live-Schaltung noch deutlich sichtbar stand. Der tatsächliche Einsturz erfolgte erst um 17:20 Uhr – also etwa 20 bis 26 Minuten später.
Offizielle Erklärung der BBC von Richard Porter (damals Senior Editor bzw. Head of News bei BBC World) hat den Vorfall 2007 in zwei Blog-Einträgen ausführlich erklärt:
- Am Tag herrschte extremes Chaos und Verwirrung.
- Nachrichtenagenturen wie Reuters hatten ebenfalls fälschlicherweise einen Einsturz gemeldet (Reuters korrigierte später).
- Die BBC übernahm diese Informationen und berichtete sie als Fakt.
- Porter betonte ausdrücklich:
„We’re not part of a conspiracy. Nobody told us what to say or do on September 11th. We didn’t get told in advance that buildings were going to fall down. We didn’t receive press releases or scripts in advance of events happening. […] If we reported the building had collapsed before it had done so, it would have been an error – no more than that.“
Die Originalbänder der BBC-Berichterstattung vom 11. September gingen laut Porter verloren („cock-up, not conspiracy“ – (Ein organisatorisches Versagen, keine Verschwörung).
[8] Die wahrscheinlich beste wissenschaftliche Quelle hierfür ist eine Studie des Finanzwissenschaftlers Allen M. Poteshman von der University of Illinois: Allen M. Poteshman, „Unusual Option Market Activity and the Terrorist Attacks of September 11, 2001“, The Journal of Business, University of Chicago Press, Vol. 79, Nr. 4, Juli 2006, S. 1703–1726, DOI 10.1086/503645.
Poteshman-Studie bei JSTOR / University of Chicago Press
Poteshman untersuchte ausdrücklich den Optionshandel mit American Airlines (AMR) und United Airlines (UAL) sowie einen Airline-Index und den S&P 500 Index in den Tagen unmittelbar vor 9/11. Sein Ergebnis ist bemerkenswert vorsichtig formuliert: “There was an unusually high level of put buying.” Und entscheidend: “This finding is consistent with informed investors having traded options in advance of the attacks.” Zu Deutsch: Seine statistische Untersuchung fand tatsächlich ungewöhnlich hohe Put-Käufe, die mit der Hypothese vereinbar sind, dass „Anleger aufgrund von Vorwissen handelten“.
[9] Interview: Donald Trump Interviewed on WWOR on 9/11 – September 11, 2001
Ab ungefähr Minute 5:55 spricht Trump über die Konstruktion des World Trade Center. Er verweist zunächst auf den Bombenanschlag von 1993 und darauf, wie massiv die Gebäude konstruiert gewesen seien. Über die Außenkonstruktion sagt er: “The building was standing solid and half of the columns were blown out.” Dann beschreibt er die engen Fenster und die dazwischenliegenden schweren Stahlstützen. Um 6:33–6:50 folgt die entscheidende Passage:
“How could a plane … possibly go through this steel?”
Und unmittelbar anschließend: “I happen to think that they had not only a plane but they had bombs that exploded almost simultaneously.”
Als Begründung fügte Trump hinzu:“I just can’t imagine anything being able to go through that wall.”
Das ist durch das erhaltene Transkript des Interviews eindeutig belegt.
Noch interessanter: „Mehr als nur Treibstoff“
Als der Moderator Rolland Smith Trump anschließend darauf hinweist, dass die Fernsehbilder zeigten, wie das Flugzeug in den zweiten Turm eindrang und auf der gegenüberliegenden Seite eine Explosion sichtbar wurde, antwortete Trump um Minute 7:18: “I just think that it was a plane with more than just fuel.”
Er erläuterte, dass die Flugzeuge groß gewesen und mit hoher Geschwindigkeit geflogen seien. Dennoch erscheine ihm das Ausmaß der Zerstörung größer als das, was er von einem großen Verkehrsflugzeug erwarten würde: “Um dieses Ausmaß an Zerstörung anzurichten braucht man mehr als ein großes Flugzeug”.
[10] https://www.realclearpolitics.com/video/2024/06/02/trump_im_the_opposite_of_a_threat_to_democracy_they_are_the_threat_to_democracy.html
[11] Die journalistische Quelle ist ABC News: „Were Israelis Detained on Sept. 11 Spies?“ vom 20. Juni 2002 (https://abcnews.com/2020/story?id=123885&page=1) Darin berichtet ABC News in einer ausführlichen Recherche über fünf israelische Staatsbürger, die am 11. September 2001 in New Jersey festgenommen wurden. Eine Zeugin, „Maria“, hatte Männer auf bzw. bei einem weißen Van beobachtet, die das brennende World Trade Center fotografierten bzw. filmten und sich darüber sehr „happy“ gezeigt hatten, was sie schockierend fand. Sie notierte das Kennzeichen und verständigte die Polizei. Gegen 16 Uhr wurde der Van nahe dem Giants Stadium gestoppt; darin befanden sich fünf Männer im Alter von 22 bis 27 Jahren. ABC berichtet ausdrücklich, dass sie sich gegenüber der Polizei als israelische Staatsbürger identifizierten.
ABC nennt auch die Namen: Sivan Kurzberg, Paul Kurzberg, Yaron Shmuel, Oded Ellner und Omer Marmari. Sie arbeiteten für Urban Moving Systems.
Der Fall wurde anschließend von der Criminal Division des FBI an die Foreign Counterintelligence Section (die Abteilung für ausländische Spionageabwehr) weitergegeben. ABC berichtete unter Berufung auf Quellen, das FBI habe untersucht, ob die Fima „Urban Moving“ als Deckmantel für eine israelische Geheimdienstoperation gedient haben könnte.
[12] https://www.washingtonpost.com/archive/politics/2001/12/09/us-says-new-tape-points-to-bin-laden/4f478c27-58da-4fbf-a14c-73713121b251/
Die Washington Post berichtete später ausdrücklich, Powell habe am 23. September die Veröffentlichung eines Dokuments mit „compelling evidence“ (glasklaren Beweisen) versprochen, anschließend jedoch erklärt, das Material sei geheim und könne nicht veröffentlicht werden.
Du der britische Guardian berichtete unmittelbar nach der NATO-Sitzung, dass es keinen einzelne „smoking gun“ gegeben habe. Vielmehr habe es sich um einen kumulativen, teilweise auf Geheimdienstinformationen gestützten Fall gehandelt. Ein NATO-Beamter habe ihn gegenüber der Zeitung als eher politischen als gerichtsfesten Fall charakterisierte.
https://www.theguardian.com/world/2001/oct/03/afghanistan.terrorism?
[13] National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States: The 9/11 Commission Report: Final Report of the National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States. Authorized Edition, W. W. Norton & Company, New York 2004, ISBN 0-393-32671-3.
[14] Mit Zivilpersonen sind Personen gemeint, die keine Angehörigen regulärer Streitkräfte waren. Tatsächlich wurden von der den US-Militärkommissionen in Guantánamo mehrere solche Personen verurteilt. Hier(https://www.mc.mil/Legal-Resources/Significant-Court-Opinions) sind einige offizielle gelistete Beispiele:
- David Hicks, australischer Staatsbürger: bekannte sich 2007 der „material support for terrorism“ schuldig und wurde verurteilt.
- Salim Ahmed Hamdan, Jemenit und ehemaliger Fahrer Osama bin Ladens: 2008 wegen materieller Unterstützung des Terrorismus verurteilt;
- Ali Hamza al-Bahlul, Jemenit: 2008 wegen Verschwörung, Anstiftung und materieller Unterstützung des Terrorismus zu lebenslanger Haft
- Omar Khadr, kanadischer Staatsbürger: bekannte sich 2010 unter anderem des „murder in violation of the law of war“, versuchten Mordes, Verschwörung und Spionage schuldig. Er erhielt zunächst 40 Jahre, aufgrund einer Vereinbarung reduziert auf acht Jahre.
- Ibrahim al-Qosi, Sudanese: bekannte sich 2010 der Verschwörung und materiellen Unterstützung des Terrorismus schuldig; verurteilt zu 14 Jahre,
- Noor Uthman Muhammed, Sudanese: 2011 verurteilt;
Der im Artikel benannte Khalid Sheikh Mohammed, war am 1. März 2003 Gefangen genommen worden.
Er wurde zunächst nicht nach Guantánamo gebracht, sondern über rund dreieinhalb Jahre im geheimen CIA-Haftsystem („black sites“) festgehalten und zwischen verschiedenen Haftorten verbracht. Während dieser Zeit wurde er sogenannten „Enhanced Interrogation Techniques“ unterzogen. Dazu gehörte auch Waterboarding. Ein freigegebenes Dokument des US-Justizministeriums bestätigt, dass die CIA Waterboarding bei KSM einsetzte.
Im Mai 2026 stand in Guantanamo endlich seine Verurteilung auf der Agenda der Militärkommission, die aber wegen einiger Formfehler erneut verschoben wurde
Siehe auch https://www.mc.mil/
[15] Die in meinem Artikel benutzte Version, ist eine wegen Platzgründen verkürzte Darstellung, die an der Fragwürdigkeit der gefundenen Pässe jedoch nichts ändert:
Die häufig erzählte Version wonach angeblich „zwei völlig intakte Pässe auf der verbrannten Schutthalde des WTC gefunden“ wurden, ist in dieser Form nicht korrekt. Denn die offizielle Darstellung unterscheidet mehrere Passfunde:
Besonders interessant ist der Pass von Satam al-Suqami, einem der mutmaßlichen Entführer von American Airlines Flug 11. Die 9/11-Kommission bestätigte ausdrücklich, dass dieser Pass am World Trade Center völlig intakt gefunden wurde. In einer öffentlichen Anhörung vom 26. Januar 2004 erklärte die Kommissionsmitarbeiterin Susan Ginsburg:
„Einer gehörte einem Entführer auf American Airlines Flug 11. Dies ist der Pass von Satam al Suqami.” Und dann die entscheidende Erklärung: “Ein Passant hob ihn auf und gab ihn einem Detektiv der New Yorker Polizei, kurz bevor die Türme des World Trade Centers einstürzten.”
Der Pass soll also nicht nach dem Einsturz aus dem Ground-Zero-Schutt geborgen worden sein, sondern ein Passant soll ihn vor dem Zusammenbruch der Türme in der Nähe des WTC gefunden und einem NYPD-Beamten übergeben haben.
Hier ist die Primärquelle: 9/11 Commission – öffentliche Anhörung vom 26. Januar 2004
(https://911commission.gov/archive/hearing7/9-11Commission_Hearing_2004-01-26.htm?)
Und hier das originale PDF der Kommission:
https://www.9-11commission.gov/staff_statements/staff_statement_1.pdf?
Was war mit dem zweiten Pass?
Die Kommission erklärte, dass nach 9/11 die Pässe von Satam al-Suqami und Abdul Aziz al-Omari sichergestellt wurden. Aber al-Omaris Pass wurde nicht im WTC-Schutt gefunden.
Er befand sich in Gepäck, das den Anschlussflug von Portland nach Boston verpasst hatte und deshalb nicht an Bord von American Airlines Flug 11 gelangte.
Interessanterweise stellte die Kommission später fest, dass beide Pässe manipuliert worden waren:
“Two of the passports that have survived, those of Satam al Suqami and Abdul Aziz al Omari, were clearly doctored.”
Die Manipulationen seien von einer Art gewesen, die mit Al-Qaida in Verbindung gebracht worden sei.
Insgesamt überlebten sogar vier Pässe ganz oder teilweise
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Laut der Kommission stammten die beiden anderen vom Absturzort von United Airlines Flug 93 in Pennsylvania – die Pässe von Ziad Jarrah und Saeed al-Ghamdi.
