NATO-Truppen töten erneut Zivilisten

(15.02.2010/afp/irib/hg)

Die NATO hat in einer Erklärung eingestanden, bei ihrer Großoffensive gegen die Taliban in der südafghanischen Provinz Helmand mindestens zwölf Zivilisten getötet zu haben.

Zwei Raketen hätten ihr Ziel verfehlt und im Bezirk Nad Ali in der Provinz Helmand die Zivilisten getroffen, erklärte die von der NATO geführte internationale Afghanistan-Truppe ISAF.

Karsai hatte die Soldaten zu Beginn der Operation «Muschtarak» («Gemeinsam») am Samstag dazu aufgerufen, vorsichtig vorzugehen und keine Zivilisten zu gefährden. Auch die Vereinten Nationen hatten an die Konfliktparteien appelliert, Unbeteiligte zu schützen. Mit der bislang größten Militäroffensive sollen die Aufständischen aus Mardscha und Nad Ali vertrieben werden.

Am Sonntag erklärte eine britische Armeesprecherin, die NATO-Kommandeure seien »sehr zufrieden« mit dem Beginn der Offensive. Auch der US-Sicherheitsberater James Jones behauptete am Sonntag, die unter Führung der USA gestartete Operation gegen die Taliban gehe gut voran. Nach US-Militärangaben wurden bis Sonntag zwei NATO-Soldaten getötet. Ein Brite starb bei einem Bombenanschlag auf sein Militärfahrzeug nördlich von Mardscha, ein US-Soldat bei Gefechten. Zugleich war von 27 getöteten Aufständischen die Rede. Die Taliban erklärten dagegen, beim Angriff gegen US-Truppen auf einem Platz in Mardscha seien sechs Amerikaner getötet worden.

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